Aschure-Fest (Noahs Pudding)

 

Noahs Pudding.


Der Name Aschure ist die aramäische Form des hebräischen Wortes »Asor« (der Zehnte), der im liturgischen Gedicht für den Versöhnungstag immer noch zu finden ist. Der Ursprung des nach diesem „Zehnten“ benannten „Aschure-Festes“, das in den islamischen Ländern am 10. Tag des Monats Muharrem gefeiert wird und an dem Noahs Pudding auf traditionelle Weise zubereitet und an Verwandte, Freunde und Nachbarn verteilt wird, beruht auf einer Legende.


Nach dieser Legende feierte Noah, der für die abrahamitischen Religionen Christentum, Islam und Judentum als zweiter Urvater aller Menschen gilt, nach der Landung seiner Arche auf dem Berg Ararat - dem höchsten Berg der Türkei - zusammen mit allen Überlebenden ein Fest, um Gott für ihre Rettung zu danken. Da ihre Lebensmittelvorräte erschöpft waren, suchten sie die Arche nach jedem Bissen Nahrung ab, den sie finden konnten. Dies alles mischten sie in einem einzigen Topf zusammen und kochten es zu einer Speise, die bis heute „Aschure“ oder auch „Noahs Pudding“ genannt wird. Aschure ist wegen seines einzigartigen Geschmacks sehr beliebt und wird deshalb bis heute auf traditionelle Art und Weise kreiert.

Der Süddialog stellt sich bewusst in die Tradition des „Aschure-Festes“, zu dem er einmal im Jahr einlädt. Die Besonderheit des Aschure liegt darin, dass auf der Arche alle unterschiedlichen Lebewesen gleich waren – ebenso wie die Zutaten in Aschure. Und wie beim Aschure, der erst dadurch eine einzigartige und köstliche Speise wird, dass sie aus einer so großen Vielfalt besteht, ergibt die Teilnahme von Angehörigen unterschiedlicher Kulturen und Ethnien an dem vom Süddialog e.V. veranstalteten Aschure-Fest ein neues, gemeinsames Ganzes, in dem jeder als Bereicherung fungiert und seine eigene Identität wahrt, während er sich für das Wohl aller einsetzt.



Rezept für Noahs Pudding