
Der Süddialog organisiert jährliche mehrere so genannte Kulturreisen. Vorrangiges Ziel dieser Reisen ist die Türkei als Grenze zwischen Orient und Okzident, wo das Christentum, der Islam und das Judentum seit Jahrhunderten aufeinander treffen. Die einwöchigen Kulturreisen bilden eine einzigartige Kombination aus der Besichtigung historisch bedeutender Stätten und Institutionen und der Möglichkeit, mit Vertretern von Parteien, Medien und Intellektuellen, aber auch mit einer „typischen türkischen“ Familie im Rahmen eines Hausbesuchs ins Gespräch zu kommen. Die Kulturreisen genießen einen hohen Stellenwert unter den Aktivitäten des Süddialogs e.V.
Die meisten Menschen haben Ängste und Vorurteile, die in unserer Struktur zu denken und zu lernen fest verankert sind. Dies führt immer wieder zu den nicht hinterfragten Diskriminierungen von Minderheiten, die in der gesamten Menschheitsgeschichte zu beobachten sind. Diese Ängste und Vorurteile abzubauen gibt es viele verschiedene Mittel und Wege. Erfahrungen aus dem seit dem Zweiten Weltkrieg in großem Umfang praktizierten Schüleraustausch belegen, dass Bildungsreisen in andere Länder einen der effektivsten und nachhaltigsten Wege zum Abbau von Ängsten und Vorurteilen darstellen, weil das Kennenlernen anderer, fremder Ethnien und Kulturen in der direkten Begegnung vor Ort erfolgt. Der Süddialog e.V. übernimmt nicht nur die Organisation der Kulturreisen sondern stellt auch freiwillige Reisebegleiter, die in beiden Kulturen bewandert sind und den Reiseteilnehmern während der gesamten Reise eine kompetente und intensive Begleitung bieten, so dass sie für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Ergebnis wird.