Wir, die im Verein Süddialog e.V. organisierten Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund, verstehen uns als Teil dieser - unserer - „multi-kulturellen“ Gesellschaft, für die auch wir Verantwortung tragen. Unter unserem Vereinsmotto „Unsere Vergangenheit ist nicht dieselbe, unsere Zukunft jedoch schon“ möchten wir quasi als Brückenbauer dieser Verantwortung gerecht werden, indem wir einen offenen Dialog zwischen den verschiedenen ethnischen, kulturellen und religiösen Gruppen und der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland anregen und moderieren.
Wer sind wir und wer sind die „anderen“? Wann ist ein Mensch „fremd“? Wann ist ein Mensch „einheimisch“? Wo liegen unsere gemeinsamen Interessen? Wo entstehen am häufigsten Konflikte, und wie können sie gelöst werden? Dies sind nur einige der Fragen, die in den zahlreichen vom Verein angeregten und von ihm getragenen interkulturellen Dialogen erörtert werden.
Diese interkulturellen Dialoge sollen eine Kultur der Toleranz, der Solidarität, des gegenseitigen Verstehens und der gegenseitigen Akzeptanz schaffen. Gleichzeitig dienen die Dialoge aber auch der Konfliktprävention, indem sie den Gedanken einer gemeinsamen Verantwortung aller ethnischen und kulturellen Gruppen in Deutschland füreinander und für ein zukünftiges friedliches Zusammenleben stärken. Primäres Ziel der Dialoge soll sein, die existierenden gesellschaftlichen Probleme, Ängste und Vorurteile miteinander zu diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze zu deren Überwindung zu entwickeln, die von allen an der Diskussion beteiligten Gruppen getragen werden.
Darin sehen wir als Vereinsmitglieder unseren Beitrag zum Wohlergehen dieser Gesellschaft und zu einem friedlichen und gleichberechtigten Zusammenleben aller hier lebenden Ethnien und Kulturen. Dabei ist es uns auch wichtig zu erwähnen, dass die freiheitlich demokratischen Werte, vereint im Grundgesetz, die Grundlage für das Zusammenleben der Menschen in unserer Gesellschaft bilden müssen. Die Mitglieder/innen des Süddialog e.V. sind gegen jegliche Art von Extremismus, Gewalt, Terror, Diskriminierung und Fremdenhass. Die Förderung von demokratischen Werten ist für uns deshalb ein besonders wichtiges Anliegen.