
Bildung und soziale Ungleichheiten im Lebensverlauf
Bildung nimmt in modernen Gesellschaften eine zentrale Stellung innerhalb von Lebensverläufen ein und stellt gleichzeitig eine bedeutsame Dimension gesellschaftlicher Ungleichheit dar. Im engeren Sinne beziehen sich die sozialen Konsequenzen von Bildung auf Einkommen, berufliche Positionierungen und Beschäftigungschancen. Im weiteren Sinne geht es aber auch um Konsequenzen im Sinne sozio-kultureller Teilhabe in gesellschaftlichen Bereichen jenseits des Arbeitsmarktes. Vor diesem Hintergrund ist staatliches Handeln gehalten, jeden Einzelnen mit einem Mindestmaß an Kompetenzen auszustatten, welches die Fähigkeit zur Teilnahme am Arbeitsmarkt und gesellschaftlichen Leben bzw. eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglicht. Gleichwohl sind die beobachtbaren bildungsbezogenen Ungleichheiten in der Gesellschaft beträchtlich. Der Vortrag beschreibt aus einer Lebensverlaufsperspektive wichtige Dimensionen im Verhältnis von Bildung und sozialer Ungleichheit. Hierbei handelt es sich um wechselseitige Beziehungen. Analytisch werden Ungleichheitsaspekte in Bezug auf Bildungszugang, Bildungskonsequenzen und soziale Reproduktion über Bildung unterschieden.
24.11.2011 um 19.00 Uhr im Prediger - Schwäbisch Gmünd