Gmünder Gespräche-Prof. Steffen Hillmert



Bildung und soziale Ungleichheiten im Lebensverlauf

Bildung nimmt in modernen Gesellschaften eine zentrale Stellung innerhalb von Lebensverläufen ein und stellt gleichzeitig eine bedeutsame Dimension gesellschaftlicher Ungleichheit dar. Im engeren Sinne beziehen sich die sozialen Konsequenzen von Bildung auf Einkommen, berufliche Positionierungen und Beschäftigungs­chancen. Im weiteren Sinne geht es aber auch um Konsequenzen im Sinne sozio-kultureller Teilhabe in gesellschaftlichen Bereichen jenseits des Arbeitsmarktes. Vor diesem Hinter­grund ist staatliches Handeln gehalten, jeden Einzelnen mit einem Mindest­maß an Kompetenzen auszustatten, welches die Fähigkeit zur Teilnahme am Arbeitsmarkt und gesell­schaftlichen Leben bzw. eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglicht. Gleichwohl sind die beobachtbaren bildungs­bezogenen Ungleichheiten in der Gesellschaft beträchtlich. Der Vortrag beschreibt aus einer Lebensverlaufsperspektive wichtige Dimensionen im Verhältnis von Bildung und sozialer Ungleichheit. Hierbei handelt es sich um wechselseitige Beziehungen. Analytisch werden Ungleichheitsaspekte in Bezug auf Bildungszugang, Bildungskonsequenzen und soziale Reproduktion über Bildung unterschieden.

 

24.11.2011 um 19.00 Uhr im Prediger - Schwäbisch Gmünd